Fairtrade-Kaffee bei Baeckerei Terbuyken
TransFair e.V.
Pressemitteilung
Fairtrade-Kaffee bei Bäckerei Terbuyken
Gastronomie auch 2011 mit starkem Absatz-Plus
Köln, 12. Januar: Darf's ein Tässchen mehr sein? Bei der Bäckerei
Terbuyken können Kaffee-Genießer ab sofort guten Gewissens eine Tasse
mehr trinken, denn die 24 Bäckerei-Filialen im Großraum Düsseldorf
schenken ab dem 12. Januar nur noch Fairtrade-Kaffee aus. Damit
überbringt die Traditionsbäckerei das erste Jubiläumsgeschenk zum 20-
jährigen Bestehen von TransFair. Rund 900.000 Tassen Kaffee gehen bei
Terbuyken pro Jahr über die Theken. Mit der Umstellung auf Fairtrade-
zertifizierten "Café Intención" von J.J. Darboven setzt Terbuyken ein
deutliches Zeichen für mehr Fairness. "Seit 20 Jahren lassen wir nicht
locker, uns für bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen der Kleinbauern im
globalen Süden einzusetzen", sagte TransFair-Geschäftsführer Dieter
Overath. "In der Gastronomie steckt das große Potenzial, Verbrauchern
Fairtrade im direkten Kundenkontakt näher zu bringen und als neue Käufer
zu gewinnen. Deshalb brauchen wir hier so engagierte Unternehmen wie
Terbuyken."
Bäckerei-Inhaber Peter Terbuyken ist von der Umstellung auf fair
gehandelten Kaffee überzeugt: "Fairtrade bedeutet für mich Qualität auf
drei Ebenen: bessere Arbeits- und Lebensqualität für die Kaffeebauern,
Nachhaltigkeit im Umgang mit der Umwelt und natürlich ein qualitativ
hochwertiges Produkt für unsere Kunden." Soziales Engagement gewinnt auch
in der Gastronomie zunehmend an Bedeutung. Die Nachfrage nach fair
gehandelten Produkten, wie Kaffee, Kakao, Tee und Wein oder auch Zucker
und Gebäck steigt. 2010 wuchs der Absatz von Fairtrade-Produkten in der
Gastronomie um 49 Prozent. Nach ersten Hochrechnungen bleibt der Außer-
Haus-Markt auch 2011 der Fairtrade-Bereich mit dem stärksten Wachstum.
Über 18.000 gastronomische Betriebe - Bäckereien, Cafés, Hotels, Mensen
und Kantinen - bieten Fairtrade-Produkte an. Von den 7.218 Tonnen
Fairtrade-Kaffee, die im Jahr 2010 verkauft wurden, entfielen 2.423
Tonnen auf die Gastronomie.
TransFair feiert 20-jähriges Bestehen
Die Umstellung auf Fairtrade-Kaffee bei Terbuyken kommt pünktlich zum
Start ins TransFair-Jubiläumsjahr. Unter dem Motto "Jedes Produkt hat ein
Gesicht" feiert der gemeinnützige Verein seinen 20. Geburtstag.
Kaffeeröster J.J. Darboven gehört zu den Fairtrade-Pionieren: Bereits
seit 1993 ist das Hamburger Unternehmen Lizenznehmer bei TransFair.
Fairtrade stärkt Genossenschaften
Das TransFair-Jubiläum fällt in das UN-Jahr der Genossenschaften.
Selbsthilfe, Selbstverantwortung und Selbstverwaltung lauten die "drei S"
des genossenschaftlichen Handelns, die auch im Fairen Handel groß
geschrieben werden. Fairtrade-Kaffee wird ausschließlich von
genossenschaftlich organisierten Kleinbauernorganisationen bezogen. Sie
erhalten faire Preise für ihre Produkte, der Fairtrade-Mindestpreis dient
dabei als Sicherheitsnetz bei Preiseinbrüchen. Zusätzlich bekommen die
Kooperativen eine sogenannte Fairtrade-Prämie. Sie wird von den
Produzentenorganisationen selbstbestimmt in Projekte investiert, die der
gesamten Gemeinschaft zugutekommen. Um langfristig die hohen
Qualitätsanforderungen des globalen Kaffeemarktes zu erfüllen, ist ein
Anteil der Fairtrade-Prämie von fünf US-Cents pro Pfund Rohkaffee an
Investitionen in Produktivitätssteigerung und Qualitätsverbesserung
gebunden.
Hintergrund:
Der Verein TransFair e.V. wurde 1992 mit dem Ziel gegründet,
benachteiligte Produzentengruppen in Entwicklungsländern durch die
Vergabe des Fairtrade-Siegels für fair gehandelte Produkte zu
unterstützen. Als unabhängige Organisation handelt TransFair e. V. nicht
selbst mit Waren, sondern vergibt das Fairtrade-Siegel für fair
gehandelte Produkte und fördert das Bewusstsein für einen nachhaltigen
Konsum. Produkte mit dem Fairtrade-Siegel gibt es bundesweit in 36.000
Geschäften. Über 18.000 gastronomische Betriebe schenken Fairtrade-Kaffee
und -Kakao aus. 200 Firmen stellen Produkte unter den Fairtrade-
Bedingungen her. www.fairtrade-deutschland.de
Grafik und Chronik:
Lesen Sie mehr über die Entwicklung von TransFair sowie die
Umsatzentwicklung 1992-2011 unter
http://www.fairtrade-deutschland.de/pressemappe
Informationen zum Jubiläum erhalten Sie unter
http://www.fairtrade-deutschland.de/jubilaeums-special/
Internationales Netzwerk und Kontrollen:
TransFair gehört zum internationalen Verbund Fairtrade International
(FLO), in dem Initiativen aus 27 Ländern und die drei kontinentalen
Produzentennetzwerke zusammengeschlossen sind. Unter Beteiligung aller
Stakeholder setzt FLO die international gültigen Fairtrade-Standards
fest. Zusätzlich unterstützt und berät der FLO e.V. die
Produzentengruppen durch lokale Berater.
Alle beteiligten Akteure werden regelmäßig von FLO-CERT GmbH
kontrolliert. Die Gesellschaft mit Sitz in Bonn arbeitet mit einem
unabhängigen, transparenten und weltweit konsistenten
Zertifizierungssystem nach den Anforderungen der Akkreditierungsnorm ISO
65 (DIN EN 45011). Unabhängige Inspektoren kontrollieren weltweit über
1.000 Händler und fast ebenso viele Produzentengruppen. Mit den
Überprüfungen wird gewährleistet, dass die Fairtrade-Standards
eingehalten werden, die Mehreinnahmen den Produzentenorganisationen in
den Entwicklungsländern zufließen und dort selbstbestimmt und nachhaltig
eingesetzt werden.
Mehr Informationen unter www.fairtrade-deutschland.de
TransFair
Verein zur Förderung des Fairen
Handels mit der "Dritten Welt" e.V.
Ansprechpartner:
Dieter Overath
Claudia Brück
Remigiusstraße 21 · 50937 Köln
Tel.: 0221 - 94 20 40 -31
Fax: 0221 - 94 20 40 -40
E-Mail: presse ät fairtrade-deutschland.de
http://www.fairtrade-deutschland.de