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Auswahl: [BUND e.V.]
Sabine Ellersick <S.ELLERSICK ät NADESHDA.org>23. Dec 2011 19:16

"Gekaufte" franzoesische Gewerkschaften fuer AKW Fessenheim


*BUND Regionalverband, Wilhelmstr. 24a, 79098 Freiburg*

*Bund für Umwelt und Naturschutz*

*0761/30383, bund.freiburg ät bund.net , www.bund-freiburg.de*


*"Gekaufte" französische Gewerkschaften für AKW Fessenheim
oder: "Wie viel ist ein Prozent vom Umsatz der EDF?"

*http://vorort.bund.net/suedlicher-oberrhein/franzoesische-gewerkschaft-akw-cgt-ccas-edf.html

"Mehrere französische Gewerkschaften haben eine Internetpetition gegen
eine mögliche Stilllegung des französischen Atomkraftwerks Fessenheim am
Oberrhein gestartet. Der Aufruf richte sich an die Kandidaten für die
Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr, erläuterte am Mittwoch der
Vertreter der pro-kommunistischen Gewerkschaft CGT im AKW, Philippe
Huck. Bisher sei die Petition von 3000 Menschen unterzeichnet worden. In
der Petition greifen die Gewerkschaften vor allem den sozialistischen
Präsidentschaftskandidaten François Hollande an. Er hatte für den Fall
eines Siegs die Stilllegung von Fessenheim versprochen." berichten
heute die Medien.

Nach Ansicht der französischen Umweltbewegung und von
BUND-Geschäftsführer Axel Mayer geht es den Gewerkschaften vor allem um
die gigantischen Summen mit denen der Atomkonzern EDF die Gewerkschaften
seit vielen Jahrzehnten schmiert.

"So zahlt der Konzern seit 1946 jedes Jahr ein Prozent seines Umsatzes
an die Sozialkasse CCAS. Diese hat rund 3700 Beschäftigte und besitzt
Ferienzentren, Sanatorien und Restaurants, in denen sich EdF-Mitarbeiter
mit ihren Angehörigen für wenig Geld verwöhnen lassen können. Zudem ist
die CCAS eng mit der mächtigen, kommunistisch orientierten Gewerkschaft
CGT verflochten. Mithilfe der einprozentigen Abgabe hat sich EdF über
Jahrzehnte das Wohlwollen der Gewerkschaft erkauft", sagt ein
Branchenkenner." berichtet die Zeit
Quelle
<http://www.zeit.de/2002/43/Ein_Symbol_wankt/seite-2>

Auch brandeins zeigt diese Verfilzung und ökonomische Abhängigkeit auf:
"Ein unbestimmter Teil der jährlichen Zuwendungen für die Sozialkassen
blieb über die Jahrzehnte auch im gewerkschaftlichen Filz hängen. Zum
populären politischen Gemeingut in Paris gehört die These, dass es die
Kommunistische Partei ohne verdeckte Transfers aus der CCAS nicht mehr
gäbe. Aber daran störte sich in Frankreich kaum jemand, schon gar nicht
die EdF-Führung, sicherte die CGT doch dauerhaft innerbetrieblichen
Frieden und damit konstanten Energiefluss in einem Land, das durch fast
jede größere Berufsgruppe, von den Bauern über die Fischer bis hin zu
den Lehrern und Schaffnern, in regelmäßigen Abständen lahmgelegt wird."
Quelle
<http://www.brandeins.de/online-extras/dossiers/dossier/energie/artikel/der-dezente-riese.html>

*Das undemokratische "atomare Dorf" gibt es nicht nur in Japan sondern
auch in Frankreich. An der Spitze stehen die EDF und AREVA. Die bilden
eine dauerhafte habgiergeprägte Atomallianz aus Parteien, Regierung,
Medien und den Technokraten, die diesen Hochschulen entstammen und hält
die gut dotierten Posten in den staatlichen Aufsichtsgremien und der
Nuklearwirtschaft besetzt. Es ist traurig, dass gerade die
Gewerkschaften in Frankreich ein zentraler Teil des undemokratischen
"atomaren Dorfes" sind. Die Aufregung zeigt aber auch, dass das
altersschwache AKW-Fessenheim tatsächlich "auf der Kippe" steht.

*Der Streit gegen Atomkraft ist immer auch ein Kampf für Demokratie und
gegen Filzokratie.

Axel Mayer BUND-Geschäftsführer, Freiburg
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*Schließung von Fessenheim im Jahr 2012 "nicht ausgeschlossen"?
<http://vorort.bund.net/suedlicher-oberrhein/schliessung-fessenheim.html>

**Fessenheim-Ausstellung -
<http://vorort.bund.net/suedlicher-oberrhein/fessenheim-ausstellung.html>*

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